In eigener Sache…

Seit Jahren bin ich nicht mehr ÖA beim Distrikt P Württemberg. Anfangs hatte ich diesen Blog eingerichtet, um aus dem Distrikt zu berichten. Da gab es noch keine Möglichkeiten über den DARC dieser Art. Nachdem ich mich aus dem Amt verabschiedet hatte, hatte ich mich entschlossen, die vorhandenen Berichte hier stehen zu lassen. Nun habe ich aber begonnen ein wenig „Tabula Rasa“, einen reinen Tisch zu machen und aufzuräumen.

Dieser Blog wird bis Ende September 2017 gelöscht. Wer die Beiträge gerne sichern möchte mit Bildern, darf das gerne tun.

 

Danke den treuen Lesern, auch wenn seit damals nix mehr hier dazu kam.

Mit vy 73,

Ralf DM7RM

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Distriktsversammlung Württemberg 2011 in Rottweil

Am 25. September fand in Rottweil die Distriktsversammlung des Distrikts Württemberg statt. Auf Einladung des Distriktsvorstandes waren 44 von 59 Ortsverbänden anwesend. Dies wurde durch Joachim Harteker, DG2GBZ, OVV des OV Rottweil P10, bei Prüfung der Anwesenheit festgestellt. Die meisten jedoch entschuldigt. Seit Jahren war dies die geringste Beteiligung von OVV’s an einer Distriktsversammlung in Württemberg. Ob dies an dem herrlichen Wetter lag, an eventuellen geschwundenen Interesse an der Verbandsarbeit oder das der eine oder andere noch im Urlaub war, lässt sich nicht gänzlich nachvollziehen. Aufgrund dieser geringen Beteiligung wird die DV in Zukunft zu einem späteren Zeitpunkt im Oktober stattfinden. Weiter stellte Joachim die Vollzähligkeit des Vorstandes und der Referenten fest. Lediglich Raimund Aust, DL4SAV und Jens Brandes, DL3SJB fehlten. Beruflich bedingt weilen sie in Südtirol und in der Schweiz. Somit konnte die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt werden.

Es folgten die Grußworte der Distriktsvorsitzenden Béatrice Hébért, DL3SFK. Sie bedankte sich bei den Anwesenden für ihr Kommen, richtete Grußworte von Conny Schips, DL1DA, Raimund, DL4SAV und Jens, DL3SJB aus. Ebenso begrüßte sie herzlich den Rottweiler Oberbürgermeister Ralf Broß für sein erscheinen. Nachdem Béatrice die Versammlung offiziell eröffnet hatte übergab Sie dem Rottweiler OB das Wort.

OB RW

Oberbürgermeister Ralf Broß am Rednerpult

Dieser begrüßte die Anwesenden mit einem „Herzlich Willkommen in P10 mit OB in RW“. Er hatte am Morgen noch ein paar „Funkerkürzel“ gelernt, wie er sagte und er müsse genau hinhören, denn so verständlich sei die Amateurfunksprache für ihn nicht. Er freue sich, daß der DARC seine Versammlung hier abhalte und fand die Organisation dazu, nebst Stadtführung, ganz toll. Er betonte die gute Zusammenarbeit der Stadtverwaltung mit dem Ortsverband Rottweil im Rahmen der dort stattfindenden Ausbildungsmesse. Anschließend referierte er über eine geschichtliche Gegebenheit aus dem 16. Jahrhundert, bei der Frankreichs König der Schweiz den Krieg erklärte. Da Rottweil freie Reichstadt war und der Schweizer Eidgenossen angehörte, die Sachlage etwas unklar war, erklärte Rottweil daraufhin Frankreichs König den Krieg. Am Ende wünschte er den Anwesenden noch eine angenehme Jahresversammlung mit den Worten: „…stets einen guten Draht, keine Funklöcher und dass es bei Ihnen immer funkt“. Béatrice bedankte sich unter Gelächter mit folgenden Worten: „Vielleicht sollten wir heute mal endlich den Frieden beschliessen zwischen Frankreich und Rottweil.“ Als Gastgeschenk überreichte sie Oberbürgermeister Broß eine Flasche französischen Sekt und eine Dose Fasanenpastete. Unter diesen Umständen blieb OB Broß nichts anderes übrig, als den Friedensvertrag zu unterzeichnen.

Als nächsten Tagesordnungspunkt verlas der stellv. DV Michael Burgmaier, DH8BM die Liste der 27 Verstorbenen Mitglieder unseres Distriktes und bat die Anwesenden für eine Gedenkminute die Plätze zu erheben. Danach ging es mit der Vorstellung der neuen Referenten und Mitglieder der Versammlung weiter. Nach der Genehmigung des letztjährigen Protokolls berichtete Béatrice über Ihre Vorstandarbeit und der Arbeit im Amateurrat. Sie erläuterte die aktuelle Statistik, bei der im Distrikt Württemberg 70 Eintritte 136 Austritte gegenüber stehen. Zu 90% wurden keine Angaben gemacht, warum man austreten will oder ausgetreten ist. Die Gründe können vielfältig sein, eine genaue Analyse war nicht möglich. Bei Nachfragen erhielt Béatrice keine Antwort, eine Arbeit, die sie sich in Zukunft sparen wird. Weiter unterrichtete sie über mögliche Massnahmen gegen den Mitgliederschwund. Als weiteres Thema ging es um die informellen OV-Treffen, bei der Michael drei und Béatrice vier Regionen betreut. Diese Treffen wurden 2009 eingerichtet als Angebot des Distriktes zum gegenseitigen Kennenlernen der OVV und als Plattform für Diskussionen um regionale Belange der Ortsverbände. Es wurde zwar anfangs daran teilgenommen, leider waren die Rückmeldungen der OVV’s danach gegen Null. Bedingt durch Beruf und vermehrte Verbandstätigkeiten und dem anscheinend

MV DV P

Ortsverbandsvorsitzende in der Telekom-Kantine

geringen Interesse haben Béatrice und Michael diese Treffen erstmal eingestellt. Weiter informierte sie über eine Zusammenarbeit mit dem Verein Deutscher Ingenieure VDI in Stuttgart, über den Stand der Mitgliederbefragung auf der Hamradio zur Zufriedenheit der Mitglieder und Hinweis zur Kassenführung.

Als Punkt 10 der Tagesordnung berichteten der stellv. DV Michael und Harald Tietze, DK3SI als Verbindungsbeauftragte zur BNetzA. Michael unterstrich nochmals das gesagte von Béa und ergänzte in Bezug auf die informellen OV-Treffen, daß auch bei ihm keine Rückmeldungen zu den versandten Protokollen gab und so für ihn in Zukunft kein Handlungsbedarf mehr bestünde. OVV’s, welche Interesse an einem Treffen hätten, sollen sich bei ihm melden. Desweiteren bemängelte er eine zu geringe Bereitschaft der Mitglieder im Distrikt, den Distrikt bei seiner Arbeit zu unterstützen. Sei es im Vorstand, in einem Referat, speziell dem EMV-Referat oder als allgemeine Unterstützung. Er bat die OVV’s in ihrem Umkreis zu prüfen, ob es nicht doch Interessenten gäbe und dann den Kontakt mit dem Distriktsvorstand herzustellen.
Harald informierte über die durchgeführten Amateurfunkprüfungen im Distrikt. Dabei sei die Durfallquote bei der Prüfung auf der Hamradio am Höchsten, die Prüflinge zum Teil am schlechtesten vorbereitet. Ansonsten die Zahl der bestandenen Erstprüfungen in den Klassen A und E zufriedenstellend. Oft werden dabei volle Punktzahlen erreicht. Im Bereich der BNetzA werde es in Zukunft eine Änderung geben, das z.B. in Reutlingen die Prüfungen noch organisiert werden, das Ausstellen der Urkunden zentral an anderer Stelle erfolgen wird.

Im Anschluss daran gab es den Kassenbericht und der Bericht der Kassenprüfer. Martin Henz, DL5NAH, erläuterte die durchgeführte Prüfung der Kasse und bemerkte die vorbildliche Kassenführung durch Raimund. Weiter ging es mit den Bericht der Referenten. Eberhard Busch, DL8XV, begann als EMV-Referent und stellte ein Nachlassen der Bereitschaft zur Erstellung der Selbsterklärung fest. Dagegen gingen die Zahlen der Störmeldungen hoch. Da er bereits letztes Jahr sein Amt aufgeben wollte, war er meistens nur in beratenter Funktion tätig geworden. Er habe deswegen auf verschiedenen Veranstaltungen nicht mehr teilgenommen und stehe in Zukunft als EMV-Referent dem Distrikt Württemberg auch nicht mehr zur Verfügung. Nach zehn Jahren im Amt wolle er die Arbeit nun in jüngere Hände weitergeben, so Eberhard. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit beim Vorstand und hoffe, daß sich jemand findet, der geeignet ist, diese Position zu besetzen.

Weiter ging es mit Matthias Kühlewein, DL3SDO und ARDF-Referent. Er konnte von einer sehr erfolgreichen Teilnahme von deutscher Seite an der Weltmeisterschaft und an den Europameisterschaften in Rumänien berichten. Es konnten vier Goldmedaillien und insgesamt zehn Medaillien errungen werden. Für Matthias war das das erste Mal überhaupt, daß so vile Medaillien nach DL gingen. Erfreulich aus Württembergischer Seite war u. a.  die Mannschaftsgoldmedaillie für Brigitte Roethe aus P12. Hinweise gab es noch zu Foxoring-Aktivitäten in verschiedenen Ortsverbänden im Rahmen von Jugendarbeit und auf die ARDF-Homepage im Distrikt, welche aktuelle Informationen und Termine, sowie Berichte und Ergebnislisten vergangener Peilwettbewerbe enthält. Vorausschauend verwies er noch auf die Deutsche Meisterschaft im Juli 2012, welche gemeinsam mit dem Distrikt Baden organisiert und durchgeführt werden soll.

Aus dem Referat Notfunk berichtete Jürgen Mayer, DL8MA. Schwerpunkte waren Vorträge bei den verschiedensten Veranstaltungen, sowie die Einrichtung einer Arbeitsgruppe „APRS im Notfunk“. Weiter die Durchführung einer APRS-Notfunkübung und eine regionale Notfunkübung im Raum Stuttgart mit Planspiel. Erkenntnisse daraus werden für künftige Veranstaltungen dieser Art noch ausgewertet. In Zukunft soll es auch ein Treffen der Notfunkbeauftragten der OVs geben. Jürgen verwies ebenfalls auf die Internetseite des Referats, wo eine Vielzahl von Informationen abgerufen werden können.

Erhard Blersch, DB2TU und Axel Tüner, DF9VI aus dem Anfang des Jahres neu besetzten AJW-Referats informierten die Anwesenden OVV’s ausführlich über das Projekt Arduino, welches sich sehr gut für Selbstbauprojekte in den OVs eignet. Beschreibungen dazu sind über die Distriktswebseite zu finden. Erhard zeigte dazu die neu gestaltete Webseiten am Beamer und bat darum Bastelprojekte in den Ortsverbänden zu dokumentieren und der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Weiter unterrichtete Axel über Projekte mit Kindern unter zehn Jahre des OV Reutlingen und die Aktion Radiobasteln im OV Metzingen, sowie Bauprojekt Arduino. Dieser wird Zusammen mit dem OV Tübingen angeboten, es handelt sich aber um zwei getrennte Veranstaltungen. Erhard mahnte noch die OV-Webseiten zu pflegen und aktuell zu halten, bot aber gleichzeitig an, das Axel und er Unterstützung zum Umgang im CMS zu geben.

Ralf Mittelstaedt, DM7RM, zuständig für das Referat Öffentlichkeitsarbeit, gab einen kurzen Überblick über seine Tätigkeiten und Ziele. Wichtig sei es, geeignete Kommunikationswege aufzubauen und zu nutzen. Schwerpunkt seiner Arbeit sehe er in der Öffentlichkeitsarbeit nach Aussen, d.h. über die Presse oder andere Mittel Nicht-Funkamateure zu erreichen und dort über den Amateurfunk zu informieren und die Arbeit des Distriktes  bekannt zu machen. Dabei gelte es, noch viele Kontakte zu knüpfen und hofft aber auch auf die Unterstützung der Ortsverbände im Distrikt. Ohne sie geht es bestimmt nicht.

Nachdem die Berichte des Vorstandes und der Referenten durch waren, konnten die Mitglieder fragen an diese stellen. Die meisten Fragen bezogen sich auf OV-Ebene, welche durch Béatrice beantwortet wurden. Erfreulicher waren die nachfolgenden Ehrungen. So konnten Nobert Rieger, DK6TH, OVV P27 und Herbert Maras, DF4SJ, OVV P33 für 40-jährige DARC-Zugehörigkeit geehrt werden. Manfred Brenner, DL4SCZ, OVV P35 wurde für 25 Jahre im DARC geehrt.
Gerhard Hildmann, DJ4LN, aus P05, verlieh Klaus Ruedel, DL1GKR und Gerhard Störkle, DB8TG, beide aus dem OV P43 die Ehrennadel des Distriktes Württemberg. In seiner Laudatio würdigte Gerhard deren langjährige Arbeit. Beide waren für die Einrichtung und Erhalt der amateurfunktechnischen Infrastruktur in der Region Oberschwaben verantwortlich. Als Sysops an den Standorten Zwiefalten-Upflamoer und Bussen haben sie für einen reibungslosen Betrieb im Sinne der User ihre Arbeit getan. Ausserdem sind sie seit Jahren in Vorstandspositionen des OV Donau-Bussen tätig und unterstützen in vielen Belangen des Amateurfunks. Der Distrikt gratuliert beiden Geehrten.

Ebenfalls mit der Ehrennadel des Distriktes wurde Raimund, DL4SAV für seine Arbeit als scheidender Distriktskassierer, in Abwesenheit, geehrt. Seit 2003 leitete er die finanziellen Geschicke des Distriktes mit und führte eine anstandslose Kasse. Der Distrikt bedankte sich herzlich für seine Arbeit im Vorstand und wünscht ihm viel Erfolg in Südtirol.
Verabschiedet wurde Eberhardt, DL8XV, aus dem Amt des EMV-Referenten. Michael

Eberhardt Busch

Eberhardt, DL8XV im Gespräch

würdigte in einer Rede Eberhardt’s zehnjährige Arbeit für den Distrikt. Eberhardt wird sich in Zukunft mehr seinem neuen Hobby, dem Schiffs-Modellbau widmen.  Auch ihm wünscht der Distrikt viel Erfolg für die Zukunft.

Als letzter Punkt vor der Mittagspause stellte Martin, DL5NAH, den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, der Einstimming angenommen wurde.

Nach dem Mittagessen wurde der Vorstand neu gewählt. Unter der Leitung von Volker Summerer, DJ3GV, als Wahlleiter wurde die geheime Wahl durchgeführt. Alle bisherigen Amtsinhaber hatten sich bereit erklärt noch einmal anzutreten. Lediglich der Distriktskassierer musste neu besetzt werden. Für das Amt hatte sich Horst Weise, DL4SBK vom OV Ludwigsburg P06 bereit erklärt. In der anschliessenden Wahl wurden Béatrice, Michael, Harald und Horst mit großer Mehrheit in ihre Ämter gewählt. Nach der Wahl wurden die Referenten bestellt, welche ebenfalls in alter Besetzung wieder bereit war die Arbeit fortzusetzen.

Am Nachmittag wurde noch über ein Antrag des Ortsverbandes Albstadt, P34 abgestimmt. Dieser beinhaltet die finanzielle Förderung der Jugendarbeit in Ortsverbänden. Ortsverbänden mit Jugendarbeit, dessen Jugendliche unter 18 Jahre sind, soll ein höherer finanzieller Spielraum verschafft werden. Diesem Antrag wurde zugestimmt. Somit wird der Antrag bei der nächsten Mitgliederversammlung des DARC vorgelegt.

Im Anschluss gab es noch eine allgemeine Aussprache. Geprächsbedarf gab es noch zu den Themen Reisekosten, informelle OV-Treffs, Rückmeldungen der Geschäftstelle an die OV’s bei Mitgliederbeitritten, Versicherungen, Personalpolitik, VDI-Kursangebot und Kassenführung. Nach verschiedenen Diskussionen dazu wurde die Versammlung gegen 15:45 Uhr durch Michael, DH8BM, beendet. Ein Dank ging noch an den gastgebenden Ortsverband Rottweil P10, an den OVV Joachim, DG2GBZ und dem ganzen Team für dessen Durchführung der Distriktsversammlung. Ein Dank ging auch an den VFDB-Ortsverband Rottweil Z48, namentlich an den OVV Heiko Joswig, DG1GJH und Heinz Geeven, DK5TB.

DV Ref

Distriktsvorstand, Referenten und Geehrte

Die nächste Distriktsversammlung 2013 wird vom Ortsverband Hohenasperg P61 vorbereitet. Dieser wird voraussichtlich an einem Sonntag im Oktober stattfinden.

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Gigahertz-Freunde unter sich

Am vergangenen Samstag öffnete sich die Tür des Bürgerhauses in Brittheim für die Freunde der sehr hohen Frequenzen. Zum ersten Mal fand der SHF-Treff in diesen Räumlichkeiten statt. Der Umzug wurde notwendig, da bei der Sternwarte Brittheim, dem früheren Veranstaltungsort, der Flohmarkt immer im Freien stattfand und deswegen nicht wettersicher war. Das Brittheimer Bürgerhaus bietet einen großen Saal, in dem die Flohmarktstände aufgebaut werden können. Bei der diesjährigen Premiere gab es noch größere Lücken. Der Veranstalter hofft, diese im nächsten Jahr durch mehr Flohmarktanbieter schliessen zu können. Im selben Saal konnte der Besucher seinen Hunger und Durst stillen. Es gab genügend Tische und Stühle um sich nieder zu lassen und beim Essen dem Treiben an den Flohmarktständen zu zuschauen. Verkauft wurde viel aus dem funktechnischen Bereich, Schwerpunkt lag aber auf Komponenten der UHF- und SHF-Technik. So konnten Semi-Rigid-Kabel verschiedener Längen, Endstufen für 13cm oder eine komplette 47 Gigahertz-Station erworben werden. Ewald Göbel, DK2DB, war wie jedes Jahr auch vor Ort und hatte sein Sortiment ausgebreitet. Auch wenn die Umsätze auf einem kleineren Flohmarkt nicht so groß sind, sei eine Präsenz und das Gespräch mit den Funkamateuren hier sehr wichtig. Als Neuheit hatte er einen Vorverstärker für Kurzwelle mitgebracht. Auch wenn Kurzwelle nichts mit SHF zu tun hat, war der Vortrag darüber, den er hielt, sehr interessant.

Weitere Vortragsthemen waren Lithium Akkus für den Funkbetrieb von Thomas Müller, DC8TM und Grenzen und Möglichkeiten der eigenen Conteststation von Martin Henz, DL5NAH. Ein Videobericht von Gerhard Schmitt, DJ5AP, über den Weltrekord auf 76 GHz zwischen Phillip Prinz, DL2AM auf der Zugspitze und Alexander Wetzel, DL2GWZ und Gerd, DJ5AP, auf dem Feldberg im Schwarzwald rundeten den Nachmittag ab. Phillip dokumentierte durch zusätzlich mitgebrachte Fotos diese Aktion, die auf beiden Seiten einiges abverlangte. Lagen die Temperaturen an diesem Tag an beiden Standorten einige Grad unter Null.

Im Außenbereich wurden am Vormittag einige Antennenmessungen durchgeführt. Die OM’s konnten so ihre selbstgebaute Antennen überprüfen lassen. Im Innenbereich befand sich ein Messplatz mit Messgeräten zur Rausch-, Leistungs- und Spektrummessung. Und für die Jüngsten hatte Thomas Denk, DO1STD, eine Bastel- und Lötecke eingerichtet, bei dem der Nachwuchs fleissig kleinere Bausätze zusammen lötete.

Die großzügige Raumgestaltung im Bürgerhaus kam den Veranstaltern und Besuchern entgegen, so dass einer Wiederholung am selben Ort kaum etwas entgegenstehen dürfte. Vielleicht findet der eine oder andere dann auch den Weg zum SHF-Treff nach Brittheim im nächsten Jahr.

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Reges Interesse beim 1. AJW-Treffen in Albstadt-Truchtelfingen

„Wir müssen den DARC retten!“, so begrüßte Erhard Blersch, DB2TU, Referent für Ausbildung, Jugend und Weiterbildung AJW im Distrikt Württemberg die 28 Teilnehmer aus den Distrikten P und T, auch im Namen von Axel Tüner, DF9VI. Die weiteste Anfahrt hatten die OM’s aus den OV’s Heilbronn, Taubertal-Mitte und Illertal.

v.l. Erhard, DB2TU und Axel, DF9VI

„Hier unten an der Basis wird die Jugendarbeit geleistet und hier gehört auch mehr Geld hin“, so Erhard weiter. Um trotzdem die Kosten zu decken, war man bei verschiedenen Firmen vorstellig, von denen immerhin fünf die Jugendarbeit des OV Albstadt P34 finanziell unterstützten. Zur Zeit habe man 17 Jugendliche in zwei Gruppen, mit denen verschiedene Bastelprojekte umgesetzt werden. Angefangen von Schaltungen in Reißnageltechnik bis hin zum Arduino-P34-Roboter. Man nehme regelmässig am „Tag der Technik“ in Albstadt teil und geniesse dadurch auch die Unterstützung und Anerkennung der Stadt. Voraussetzungen für die Jugendarbeit sei, daß man über geeignete Räumlichkeiten verfüge. Ein OV, welcher einen eigenen Clubraum hat, kann sich glücklich schätzen. Aber auch an Schulen könne man herantreten oder in Vereinshäusern nach Räumen fragen. Jugendliche interessieren sich vorrangig weniger am Amateurfunk, stehen aber dem Elektronikbasteln sehr aufgeschlossen gegenüber. Damit das Interesse daran nicht nachlässt, sollte man die Bastelabende oder Nachmittage regelmässig alle zwei Wochen durchführen. Zwei bis drei Stunden seien ausreichend, falls es länger geht, lässt auch mal schnell die Konzentration der Jugendlichen nach. Erhard gab noch Hinweise, Tipps and Anregungen zu Schul-AG’s und untermauerte dies anhand von Dokumenten und Beschreibungen.

Anschließend erläuterte Joachim Schwiderski, DL6JS, den Anwesenden, wie die Jugendarbeit im OV Balingen P30 umgesetzt wurde. Es gibt eine Bastelgruppe, die sich alle

Joachim, DL6JS, über die Jugendarbeit im P30

vier Wochen im Clubraum des OV’s im Feuerwehrgerätehaus in Balingen-Weilstetten trifft. Die Gruppe umfasst bis zu zehn Kinder, welche als Projekte bereits eine amerikanische Alarmsirene, einen Fuchsjagdsender und einen Roboter gebaut haben.Teilweise sind die Jugendlichen in den Ortsverband als Mitglied eingetreten. Man nimmt an den Balinger Ferienspiele teil und bekommt als Verein, der in der Jugendarbeit aktiv ist, von der Stadt einen kleinen finanziellen Betrag zur Unterstützung. Das Verhältnis zur Stadt Balingen ist seit Jahren sehr gut. Die Jugendlichen erhalten nach den Bastelprojekten, bei denen auch die theoretischen Kenntnisse der Elektrotechnik vermittelt werden, den sogenannten „Qualipass„. Dieser ist ein Projekt der Jugendstiftung Baden-Württemberg, um erworbenes Wissen nachzuweisen und ehrenamtliche Tätigkeit zu würdigen.

Horst Wolf, DJ6KO, betreut zwei Elektronik-AG’s an einer Realschule. Horst, Gründungs-OVV von P30, erläuterte seine Arbeit in den Arbeitsgemeinschaften und stellte die dort gefertigten Bastelprojekte vor. Auch konnte man seine Arbeitsunterlagen durchsehen, welche er durch die Reihen durchgehen lies.

Etwas verspätet erschienen der stellvertretende Distriktsvorsitzende Michael Burgmaier, DH8BM, und Odette Lessing, DO1GLO, die etwas gesundheitlich angeschlagen waren. Michael ergriff das Wort und dankte den beiden Referenten Erhard und Axel für ihr Engagement in Sachen Jugendarbeit im Distrikt P. Er stellte nochmals die Notwendigkeit des Referats heraus, insbesondere die Nachwuchsgewinnung für die Zukunft des DARC.

Nach der Mittagspause stellte Karlheinz Schneider, DL6SDZ, die Jugendarbeit im OV Wendlingen P47 vor. An den Bastelabenden wurden unter anderem  ein elektronischer Galgen, eine Seifenblasenmaschine mit Schrittmotor und ein Mittelwellen-Radio gebaut. Aktuell ist man dabei, eine Wetterstation komplett selbst zu bauen, die später an einem festen Platz Daten liefern soll.

Die Ortsverbände Achalm P60 und Tübingen P12 bestreiten seit Jahren diverse Aktivitäten zusammen. Hierüber berichtete AJW-Referent Axel Tüner, DF9VI, in seiner Vorstellung zur Jugendarbeit. Es gibt eine Mikrocomputer-AG, in der eine Vielzahl von Anwendungen umgesetzt wurden, u.a. ein Frequenzzähler bis 1 GHz, ein Morse-Generator und eine GPS-Uhr mit Call-Anzeige.

Dieter Zimmermann, DL2RR, vom OV Ermstal P31 berichtete über die Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, an der seit einigen Jahren Bastelkurse angeboten wurden. Das Team besteht aus maximal sieben Betreuern, von denen drei bis vier immer in der Gruppe tätig sind.

Der Ortsverband Illertal T16 geht einen etwas anderen Weg. Werner Schott, DL9SED, erklärte das Morsespiel, bei denen die Jugendlichen spielerisch sich Kenntnisse aus der Elektrotechnik und dem Amateurfunk aneignen. Dies macht denen derart viel Spaß, daß diese äußerst gut gelaunt nach Hause gehen. Aber es gibt auch Bastelprojekte, wie das Holzbrettradio, welches komplett selbst gebaut wurde.

Udo Tillmann, DJ5UO, aus dem OV Heilbronn P05 erklärte, daß es keine eigene Jugendgruppe gibt. Ab September sei geplant, einen Kurs zur Erlangung einer  Amateurfunkgenehmigung der Klasse E anzubieten.

Auch in Rottweil gibt es keine Jugendgruppe und Jugendarbeit im eigentlichen Sinne wird zur Zeit auch keine durchgeführt. Joachim Harteker, DG2GBZ, des OV Rottweil P10 erläuterte aber, daß man anhand durch die Teilnahme der in Rottweil stattfindenden Ausbildungsmesse „Starter“ Interessenten gewinnen konnte. In der Vergangenheit konnte so jeweils ein Lizenzkurs durchgeführt werden. Aktuell seien sieben jugendliche Lizenzanwärter zur Klasse E im Kurs. Prüfung soll auf der Ham Radio sein. Vor zwei Jahren startete man sofort mit der Klasse A, musste aber feststellen, daß die technische Hürde für Nichttechniker sehr hoch ist. Deswegen würde Joachim die Einführung der Klasse K begrüssen. Für die Zukunft müsste man prüfen, ob es möglich sei, Jugendarbeit im Sinne einer Bastelgruppe, einzurichten. „In der Vergangenheit haben wir ein wenig Glück gehabt mit unseren neuen Lizenzen“, so Joachim, DG2GBZ.

Abschliessend wurden noch verschieden Punkte angesprochen. Unter anderem wäre es sinnvoll eine zentrale Informationsquelle zu haben, von der man sich weiterführende Hinweise und Daten holen könnte. Erhard fragte in Runde, was Axel und er konkret noch tun sollen oder könnten für die Amtsträger in den OV’en. Die Anwesenden waren aber hinsichtlich der Durchführung der Veranstaltung und den dort erlangten Hinweisen und Hilfen mehr als zufrieden.

Joachim, DL6JS, unterstrich nochmals die bereits erwähnte zu geringe Wertschätzung der Jugendarbeit in den Ortsverbänden durch den Dachverband und wünschte sich von deren Seite deutlich mehr Unterstützung.

Erhard informierte noch über verschiedene Termine im diesen und nächsten Jahr. Bei der Lehrerfortbildung in Ulm werde man vor Ort sein und mit dem AATIS e.V. gemeinsam ein Programm anbieten. Ansonsten war Erhard und Axel mehr als positiv überrascht von dem großen Zuspruch, den Sie an diesem Tage erhalten hatten. Mit etwas mehr als einer Stunde Verspätung machten am Abend sich alle wieder auf den Heimweg.

Teilnehmer des 1. AJW-Treffen im Distrikt P in Truchtelfingen

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